10 wichtigsten Rechte von Kindern und Jugendlichen

Die Menschenrechte sind bekannt, doch wie sieht es mit den Kinderrechten aus? 54 Artikel umfasst die UN-Kinderrechtskonvention, davon 40 konkrete Rechte von Kindern. Wir stellen hier zehn besonders wichtige Kinderrechte vor.

1. Alle Kinder auf der Welt haben die gleichen Rechte

Obwohl sie in so unterschiedlichen Erdteilen und unter sehr unterschiedlichen Lebensbedingungen aufwachsen, haben alle Kinder die gleichen Rechte.

2. Kinder haben das Recht zu lernen und in die Schule zu gehen

Ja, es gibt für Kinder ein Recht auf Schulbildung, auch wenn einige unserer Kinder im Westen gerne auf dieses Recht verzichten würden, so können 100 Millionen Kinder auf dieser Welt nicht die Schule besuchen. Statt lesen, schreiben und rechnen zu lernen, hüten sie das Vieh, arbeiten in Fabriken oder Helfen den Eltern auf bei der Feldarbeit.

3. Kinder haben das Recht auf elterlich Fürsorge

Eine liebevolle Familie, ein behütetes Zuhause, Eltern oder auch Pflegeeltern, die sich darum kümmern, dass es einem gut geht, seine Freunde treffen und spielen kann. Nur so können Kinder gesund und fröhlich aufwachsen. Manchmal vergisst man das, weil es so selbstverständlich klingt.

4. Kinder haben das Recht sich zu informieren, gehört zu werden und zu demonstrieren

Wussten Sie, dass: Die Kinderrechtskonvention sieht vor, dass Eltern ihre Kinder in allen wichtigen, sie betreffenden Entscheidungen miteinbeziehen. Sie sollen Kinder nach ihrer Meinung fragen und sie möglichst mitentscheiden lassen. Vor allem müssen Kinder gehört werden, bevor Behörden oder Gerichte wichtige Entscheidungen treffen.

5. Kinder haben das Recht auf eine Erziehung ohne Gewalt

Ein Klaps oder eine Ohrfeige schadet nicht - dieser Meinung sind leider immer noch viele Eltern. Aber das ist falsch. Beides tut weh - dem Körper und der Seele. Deshalb ist es verboten Kinder zu schlagen. Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung heißt: Egal, was ein Kind angestellt hat, es darf von niemandem verletzt, beschimpft oder bedroht werden. 

6. Kinder haben das Recht auf Spiel und Freizeit

Für uns fast unvorstellbar, dass Kinder keine Zeit zum Spielen haben. In Entwicklungsländern, wo Kinder fest in den Arbeitsalltag eingebunden sind, ist das aber gar nicht so selten. Doch auch bei uns ist der Alltag vieler Schulkinder oft straff durchgetaktet: Gerade in höheren Klassen bleibt neben Schule, Hausaufgaben, Lernen und Musikunterricht oft kaum noch Freizeit, die sie mit ihren Freunden verbringen können.

7. Kinder haben das Recht gesund aufzuwachsen

Das Recht auf Gesundheit bedeutet: Jedes Kind hat Anspruch auf nahrhaftes Essen. Es bedeutet aber auch, dass kranke Kinder medizinisch gut versorgt werden müssen.

8. Kinder haben das Recht auf Schutz vor Ausbeutung

Rasenmähen, Babysitten oder Regale im Supermarkt einräumen: Ab 14 Jahren darf man leichte Arbeiten verrichten und dabei Geld verdienen. Allerdings maximal zwei Stunden am Tag. Doch Kinder sollen nicht arbeiten, sondern spielen, lernen, sich erholen. Hierzu gibt es strenge Bestimmungen vom Jugendarbeitsschutzgesetz.

9. Kinder haben das Recht auf Schutz vor Kriegen und auf der Flucht

Ein Recht, das für uns befremdend wirkt. Doch die Zahlen sprechen für sich: In den vergangenen zehn Jahren sind zwei Millionen Kinder in Kriegen und durch bewaffnete Konflikte gestorben. Über sechs Millionen Kinder wurden verletzt oder haben Behinderungen davongetragen. Und obwohl es verboten ist, werden immer noch Kinder gezwungen, als Soldaten zu kämpfen.

10. Behinderte Kinder haben das Recht, betreut und gefördert zu werden

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, behinderte Kinder zu fördern, denn auch sie haben viele Fähigkeiten und Talente. Eine gute Betreuung von Kindern mit Handicap ist sogar besonders wichtig, denn nur so können die meisten als Erwachsene ein weitgehend selbstständiges Leben führen.

(vgl. www.eltern.de)

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