Demenz

"Weg vom Geist" bzw. "ohne Geist" – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs "Demenz" aus dem Lateinischen. Damit ist das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen vorweggenommen, nämlich der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit. Am Anfang der Krankheit stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, in ihrem weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses, so dass die Betroffenen zunehmend die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verlieren. Aber eine Demenz ist mehr als eine einfache Gedächtnisstörung. Sie zieht das ganze Sein des Menschen in Mitleidenschaft: seine Wahrnehmung, sein Verhalten und sein Erleben." (Bundesministerium für Gesundheit)

 

Die Symptome einer Demenz hängen von der Art der Erkrankung ab. Es gibt verschiedene Demenzformen, die häufigste ist die Alzheimer Erkrankung.

 

Jeder vergisst oder verlegt einmal etwas, bringt Dinge durcheinander oder reagiert gereizt auf Andere. Wenn sich solche Veränderungen  jedoch über einen längeren Zeitraum erstrecken und stärker werden, sollten Sie mit einem Artzt oder Ärztin sprechen, denn es könnte sich um Demenzsymptome handeln. Die erste Anlaufstelle ist oft die Hausarztpraxis. Dort kennt man Sie und kann einschätzen, ob sich Ihre geistige Verfassung verändert hat. Bei Bedarf folgt die Überweisung in eine neurologische Praxis oder eine Gedächtnisambulanz. Dort können spezielle Demenz-Tests Klarheit bringen.

 

Demenz kann verschiedene Ursachen haben, manche sind heilbar, andere nicht. Lassen Sie die Ursachen medizinisch genau abklären. 

 

Für Angehörige von demenziell erkrankten Menschen stellt die Betreuung eine hohe Belastung und eine große Umstellung dar. Gleichzeitig kann die Begleitung aber auch eine befriedigende Aufgabe sein. In jedem Fall sollten Sie offen mit der Erkrankung umgehen und sich Unterstützung holen.

 

Demenz ist eine Erkrankung und kein Grund sich zu schämen!

 

Unterstützungsangebote finden Sie bei ambulanten Pflegediensten, bei Betreuungshelfern, Betreuungsgruppen und Tagesangeboten. Wenn die Kraft und die Möglichkeiten nicht reichen, um eine Betreuung zuhause zu ermöglichen, bieten Pflegeeinrichtungen eine gute Versorgung.

 

Weitere Beratung zum Thema Demenz bekommen Sie hier.

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