Orientierung an einem hohen Maß an Qualität

Von Kritikern der Sozialraumorientierung wird in Zweifel gezogen, ob eine solche Ausrichtung tatsächlich effektiv, effizient und den gesetzlichen Anforderungen konform sein kann, mit anderen Worten, ob ihre Qualität ausreichend ist.

Dass die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe im Landkreis mit einer verstärkten Klienten- und Sozialraumorientierung auf der Basis eines intensiven und konstruktiven Miteinanders weiterhin dem Anspruch an ein hohes Maß an Qualität für diese Aufgabenerfüllung gerecht wird, ist jedoch sicherzustellen. Es darf dabei jedoch nicht übersehen werden, dass auch die Vorstellungen von Qualität in der Kinder- und Jugendhilfe ständigen Veränderungen unterliegen und letztlich in gewissem Sinne relativ sind, soweit es nicht um klar vorgegebene gesetzliche Rahmenbedingungen geht. In den ersten Jahren nach einer sozialräumlichen Umstrukturierung wird es in gewissen Bereichen in Einzelfällen einer fachlichen Überprüfung bedürfen, ob dem Klienten tatsächlich eine fachlich geeignete und notwendige Hilfe angeboten wurde.

Ein Fach- und Finanzcontrolling, bei dem Aufwand und Nutzen in angemessenem Verhältnis stehen, werden somit auch Bestandteil der sozialraumorientierten Jugendhilfe sein. Im Übrigen wird die Jugendhilfeplanung Bestandteil des Qualitätsmanagements werden.

Bislang in den Fachdiensten vorgehaltenes Spezialwissen zu Hilfen, Strukturen, Einrichtungen, Personen – insb. landkreisweit oder landkreisübergreifend – darf nicht verloren gehen. Eine Kenntnis- und Wissenssammlung/-weitergabe muss sichergestellt sein und funktionieren.

 

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