Orientierung an einem konstruktiven Miteinander der Beteiligten

Eine tatsächlich klienten- und sozialregionorientierte Jugendhilfe kann – wie bereits deutlich wurde – dabei nicht alleine vom Landkreis Bad Tölz-Wolfratshau-sen gewährleistet werden. Eine solche Jugendhilfe ist nur durch ein konstruktives Miteinander aller Beteiligten möglich.

Der Landkreis als Träger der öffentlichen Jugendhilfe, die freien Träger der Jugendhilfe, die Gemeinden und Städte, die Träger der offenen Jugendarbeit, Schulen, Kindertagesstätten und weiteren Betreuungseinrichtungen, kirchliche Organisationen, Vereine, Verbände und Ehrenamtliche sowie auch Behörden und Gerichte usw. gestalten gemeinsam ihre Sozialregion.

Nur durch ein konstruktives Miteinander aller Beteiligten ist ein effektiver und effizienter Ressourceneinsatz der bereitgestellten Mittel für die Familien, Kinder und Jugendlichen im Landkreis möglich und dadurch auch eine Chance für eine gezielte Nutzung der Stärken der jeweiligen Beteiligten.

Die Art und Intensität des Miteinanders wird sich dabei von Beteiligtem zu Beteiligtem und je nach den tatsächlichen Verhältnissen in den jeweiligen Sozialregionen unterscheiden.

Am Anfang steht dabei ein gegenseitiges Kennenlernen und Vorstellen. Je nach Intensität der Beteiligung an der Kinder- und Jugendhilfe ist neben einem regelmäßigen Austausch eine Unterstützung und Weiterentwicklung von gemeinschaftlichem Handeln erforderlich, bis hin zu einer Einbindung in die Entscheidungsprozesse der Jugendhilfe für bestimmte Beteiligte. Von Bedeutung ist dabei der Aufbau von gegenseitigem Vertrauen und eine Akzeptanz der jeweiligen persönlichen und fachlichen Kompetenzen.

Ein solches Miteinander verlangt Transparenz der jeweiligen Strukturen und Abläufe der Beteiligten, eine klare Regelung der Verantwortlichkeiten und Rollenverteilung sowie ein hinreichendes Maß an Verbindlichkeit. Für die Beteiligten müssen Anreize vorhanden sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen.

 

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