Brailleschrift ist Immaterielles Kulturerbe

Seit März diesen Jahres zählt die Brailleschrift, die auch „Blindenschrift oder „Punktschrift“ genannt wird, zum Immateriellen Kulturerbe.

Die vor fast  200 Jahren von einem 16-jährigen blinden Franzosen Louis Braille entwickelte Schrift, ist nach Klaus Hahn (Präsident des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands)

„…das Fundament für die Bildung blinder Menschen ganz generell und damit für ihre kulturelle und berufliche Teilhabe.“.

Mit der Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes würdigt die Deutsche UNESCO-Kommission die Bedeutung der Brailleschrift als Kulturgut der Behindertenselbsthilfe sowie ihre Ausprägung und Geschichte in Deutschland.

Bei der Blindenschrift werden die Buchstaben aus Kombinationen von bis zu sechs tastbaren Punkten gebildet. Andere Inhalte wie beispielsweise Musiknoten, Mathematik-, Chemie und Schachschriften sowie Strickmustercode können ebenfalls dargestellt werden. Computerinhalte können durch eine Screenreader-Software über sogenannte Braillezeilen angezeigt werden.

 

Mehr zu diesem Thema können Sie über die am Seitenende aufgeführten Links erfahren.

 

 
Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission (2020): Verwendung und Weitergabe der Brailleschrift in Deutschland, URL: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/brailleschrift zuletzt geprüft am 27.05.2020.
DBSV e.V. (2020): Brailleschrift – DBSV erreicht Aufnahme in das Immaterielle Kulturerbe, URL: https://www.dbsv.org/pressemitteilung/braille-immaterielles-kulturerbe.html zuletzt geprüft am 27.05.2020.

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